|
|
 Was gibt es Neues?
 |
| << | 01 | 02 | 03 | 04 | 05 | 06 | 07 | 08 | 09 | 10 | >> |
 |
2008-04-28: MOBILE TIMES Weekly 0308
Sunrise ist über ihre Aktion «Free Internet» so erfreut, dass man die Aktion bis Ende Mai verlängert. Swisscom wieder hat ein so erfolgreiches Jahr hinter sich, dass man die Dividende pro Aktie um einen Franken erhöhte. Bei yallo gibt es jetzt auch MMS und mobiles Internet, womit auch die Billigmarke von Sunrise zu einem Vollangebot ausgebaut wird. Ein Vollangebot ist auch das Office Team von Orange, das Unternehmen Fest- und Mobilnetz aus einer Hand mit einer Rechnung bieten will.
In Europa scheint die Lust, noch grössere Telekomkonzerne zu schaffen, wieder da (in den USA ging sie ja nie wirklich verloren): France Télécom flirtet mit TeliaSonera und die spanische Telefónica hat ihren unendlichen Flirt mit der niederländischen KPN offensichtlich wieder aufgenommen. Bei den Endgeräten spielen immer mehr auch Notebooks eine Rolle, was auch durch die nötige Auslastung der Netze bedingt ist: Auf der einen Seite haben die Netzbetreiber in Europa Mobilfunknetze gebaut, deren Kapazität nun nirgendwo wirklich ausgelastet ist. Daher werden nun Kunden mit Dumpingpreisen zum «mobilen Breitband» gelockt. Weil dieses mobile Breitband aber gar nicht so breit ist, wird bereits heftig an einer neuen Technologie gewerkt, die noch schnellere Datenübertragung ermöglicht. Da dann die Netze aber mehr Kapazität haben werden. als die Kunden überhaupt brauchen, andererseits die Investitionen aber zurückverdient werden müssen, denkt man in den Marketingabteilungen schon heftig darüber nach, wie man die neuen Überschusskapazitäten vermarkten kann...
Kommentare dazu |
| Zurück | OBEN |
 |
2008-04-21: MOBILE TIMES Weekly 0307
34.200 Apple iPhones ortete die Abendzeitung «heute» bereits in der Schweiz. Für Apple vielleicht kein Grund, sich auf diesen kleinen Markt zu stürzen, denn bisher ist Grossbritannien das «kleinste» Land mit einem eigenen offiziellen iPhone-Vertrieb.
Der Bundesrat hat mit der Verordnung über Frequenzmanagement und Funkkonzessionen (FKV) und der Verordnung über Fernmeldeanlagen (FAV) die letzten Abweichungen zwischen dem Schweizer Recht und dem Recht der Europäischen Gemeinschaft in diesen Bereichen aufgehoben. Damit wird das, wie es amtlich heisst, «Inverkehrbringen von Funkgeräten» deutlich erleichtert und gleichzeitig das «Cassis-de-Dijon-Prinzip» in die Schweizer Gesetzgebung eingeführt. Dieses Prinzip besagt, dass Produkte, die aus einem anderen Staat der Europäischen Gemeinschaft (EG) importiert werden und gemäss den Vorschriften dieses Staates hergestellt wurden, überall in der EG verkauft werden dürfen und Einschränkungen nur dann zulässig sind, wenn ein überwiegendes öffentliches Interesse - zum Beispiel im Bereich des Gesundheits-, Umwelt- und Konsumentenschutzes - diese rechtfertigt.
Für die «Patrouille des Glaciers» baut Swisscom nun schon zum zweiten Mal ein temporäres Mobilfunknetz. Neben drei temporären GSM Basisstationen und ebenso temporären drei Repeatern wurden auch zwei Standorte («Unterrothorn» bei Zermatt und Arolla) neu permanent in Betrieb genommen, was wohl Bevölkerung und Touristen freuen wird.
Wie zu erwarten war, haben die grossen Handyanbieter bei den drei grossen Messen in Barcelona (Mobile World Congress), Hannover (CeBIT) und CTIA Wireless (Las Vegas) so ziemlich alles vorgestellt, was sie im Laufe des Jahres auf den Markt bringen wollen. Jetzt geht es darum, diese Ankündigungen in praktische Produkte umzusetzen und das dauert erfahrungsgemäss etwas. Tageszeitungen, die auf Sensationen angewiesen sind, haben da vielleicht ein Problem und machen aus koreanischen Autoherstellern, die schon seit mehr als einem Jahrzehnt immer wieder ein Handy mit dem eigenen Namen versehen, plötzlich einen neuen Handyhersteller. Immerhin können wir diese Woche über ein NFC-Handy von Nokia berichten, das wohl nicht zufällig in zeitlicher Nähe zum NFC Forum in Monaco angekündigt wurde.
Viel weit tragender ist die Bedeutung der Anerkennung des von Microsoft vorgeschlagenen OOXML als ISO-Norm, denn nun gibt es zwei offizielle Formate für Textdokumente und das kann eigentlich nicht wirklich gut sein, weil man so wohl kaum zu einem einheitlichen Standard kommt. Aber ISO denkt dabei wohl so wie einst die ITU, als sie mit IMT-2000 ein weltweit einheitliches Mobiltelefonsystem einführen wollte: Nehmen wir alle Normen und die Hersteller sollen das irgendwie einbauen. Tatsache wird wohl werden, dass sich das von Microsoft vorgeschlagene Format durchsetzt, weil man in den meisten Büros eben mit Microsoft Office arbeitet.
Kommentare dazu |
| Zurück | OBEN |
 |
2008-04-14: MOBILE TIMES Weekly 0306
Als Openaxs haben sich vorerst sieben Energieversorger zusammengeschlossen, die gemeinsam ihre Glasfasernetze vermarkten wollen. Swisscom Directories hat für das grössten Töggeliturnier der Schweiz 600 Spieler mobilisieren können und dazu noch einen ganzen Schwarm Prominenter, die am Hauptbahnhof in Zürich die Stangen der Tischfussballspiele drehten. Wenn auch vielleicht das Handyfernsehen bis zur UEFA EURO 2008 nicht klappen sollte weil ein «Gigaherz» dagegen opponiert, der Freude tut das keinen Abbruch und daher hat jetzt sogar Liechtenstein mit «MITTENDRIN 08» eine eigene Internetpräsenz für diesen Anlass geschaffen. Das BAKOM hat übrigens jetzt Nummern, die mit 0 oder 1 hinter der obligatorischen Vorwahl beginnen, grundsätzlich zugelassen
Am Weltmarkt für Handys taucht mit Kyocera Wireless ein neuer Mitspieler auf. Nach der Übernahme der Handyaktivitäten von Sanyo ist das Unternehmen plötzlich weltweit sechstgrösster Handyhersteller. Ob das so bleibt, ist natürlich eine andere Frage. Jedenfalls bringen die Japaner, die bisher ausschliesslich CDMA-Endgeräte produziert haben, erstmals auch GSM-Modelle auf den Markt. China Mobile hat die von ihr gekaufte pakistanische Paktel in «Zong» umbenannt und bewirbt in Pakistan diesen Namen sehr stark. Der Name klingt für uns doch sehr chinesisch und diese Vorgangsweise könnte vielleicht Folgen haben, weil in der Mobilfunkbrache die Nachahmung fremder Ideen - egal ob gut er schlecht - längst zum guten Ton gehört.
Kommentare dazu |
| Zurück | OBEN |
 |
2008-04-07: MOBILE TIMES Weekly 0305
Die Swisscom hat die Preise für die entbündelte Teilnehmeranschlussleitung gesenkt und gleichzeitig darüber informiert, dass aus ihrer Sicht Cablecom und VTX bei der Umsetzung der Entbündelung am weitesten fortgeschritten sind. Prompt meldet sich Sunrise zu Wort und meint, dass die Preissenkung zwar in Schritt in die richtige Richtung, aber eindeutig zu gering ausgefallen ist. Die Orbit-iEX 2008 wird auf das so genannte «Mobile Tagging» - schnelles Einlesen von Kurzinformationen mit dem Kamerahandy - setzen, verwandet aber nicht das BeeTagg der Zuger Connvision, das die Schweizerische Post und ihre Tochterfirma yellowworld gerne einsetzen, sondern den QR-Code, der in Japan weit verbreitet ist. Versetzen die Messemacher damit einer Schweizer Initiative einen Dolchstoss oder setzen sie auf einen Standard, der vielleicht ohnehin bald Weltstandard wird?
Eine interessante Entwicklung ist das öffentliche Auftreten einer «Onlinepartei», das man wohl auch im Zusammenhang mit der Präsentation von E-Projekten aus dem Eidgenössischen Departements des Innern sehen kann. Für die Öffentlichkeit am schnellsten werden die Auswirkungen der Einführung der Versichertenkarte für die obligatorische Krankenpflegeversicherung sein. Für die Wirtschaft könnte der einheitliche Unternehmensidentifikator (UID) ebenso interessant werden wie überhaupt die elektronische Akten-, Daten- und Geschäftsverwaltung des Bundes.
Weltweit verschwimmen die Grenzen zwischen Mobilfunkgeräten und anderen Anwendungen immer mehr. Ob Smartphone - so wie es Nokia tut - als kleine Multimediacomputer einzustufen sind oder ob wir demnächst Notebooks als überdimensionierte Smartphones betrachten werden, ist noch offen. Auch in andern Bereichen tut sich Ähnliches. Erst kürzlich haben die Anbieter von Navigationsgeräten, die schon bisher auf Freisprecheinrichtungen gesetzt haben, gezeigt, dass sie ihre PNDs durchaus auch in vollwertige Handys verwandeln können. Autoradiohersteller weisen darauf hin, dass ihr neues Produkt auch als Freisprecheinrichtung fürs Handy genutzt werden kann und werden - wer weiss? - vielleicht bald Freisprecheinrichtungen verkaufen, die man auch als Radio nutzen kann.
Kommentare dazu |
| Zurück | OBEN |
 |
2008-03-31: MOBILE TIMES Weekly 0304
Zahlreiche Meldungen lassen erwarten, dass Yahoo! das europäische Hauptquartier im waadtländischen Rolle aufschlägt und dort mehrere hundert Mitarbeiter beschäftigt. Weniger Beschäftigung könnte es beim Ausbau von DVB-H geben, denn die IG Gigaherz geht mit Einsprachen massiv gegen geplante Sender für DVB-H vor. Das BAKOM setzt nun zur Information der Konsumenten auch auf Podcasts und Swisscom Directories veranstaltet im Hauptbahnhof Zürich das grösste Töggeliturnier der Schweiz.
Motorola will sich nach dem desaströsen letzten Jahr teilen: Zwei völlig unabhängige Firmen sollen entstehen, wobei die eine nur im Bereich mobile Geräte tätig ist und die andere in der Infrastruktur aktiv wird. Details werden vom Motorola-Vorstand erst ausgearbeitet. Fest steht, dass die bisherigen Aktionäre Aktien beider Firmen bekommen werden. Die Durchführung soll - wenn sie beschlossen wird - im Jahre 2009 erfolgen. Nach der Ausgliederung von Freescale 2004 wäre das die nächste grosse Zellteilung des US-Technologiekonzerns, von dem einst das Mobiltelefon, wie wir es heute kennen, erfunden worden ist.
Dass die Zeiten nicht gerade rosig sind, lässt auch eine Gewinnwarnung der inzwischen erfolgsgewohnten Sony Ericsson vermuten: Der japanisch-schwedische Konzern befürchtet einen Gewinnrückgang auf 150 bis 200 Millionen Euro im ersten Quartal. Dieweilen muss Palm einen gestiegenen Verlust melden, obgleich die Zahl der abgesetzten Smartphones einen neuen Rekord erreichte.
Kommentare dazu |
| Zurück | OBEN |
 |
2008-03-17: MOBILE TIMES Weekly 0303
129 Stellungnahmen sind im Rahmen der öffentlichen Anhörung zu den Gesuchen um eine UKW-Radio- oder Regionalfernseh-Konzession beim Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) eingegangen. Nun müssen sich die Bewerberinnen zum Anhörungsergebnis zu äussern. Erst dann wird eine endgültige Entscheidung fallen. Sunrise setzt die Entbündelung fort und hat bereits 27 lokale Vermittlungszentralen mit eigener Infrastruktur ausgerüstet. Bis Ende Mai 2008 sollen es fünfzig werden und bis Ende Jahr 120.
Mit Österreich und Irland haben nun zwei weitere Länder in Europa das iPhone bekommen. Die Hoffnung, dass das Kulthandy bald auch in der Schweiz offiziell angeboten wird, bleibt weiter aufrecht. Bei den «neuen» Anbietern in Irland und Österreich sind die Preise gleich hoch wie anderswo. Die monatliche Grundgebühren sind nicht niedriger, sondern höher als bei anderen Angeboten.
Orange will in der zweiten Jahreshälfte in Luzern Unternehmen Voice over Wireless LAN anbieten und testet derzeit intensiv mit ewl energie wasser luzern.
Kommentare dazu |
| Zurück | OBEN |
 |
2008-03-10: MOBILE TIMES Weekly 0302
Swisscom legte für 2007 eine sehr gute Bilanz, wozu auch der Erwerb der italienischen Fastweb beigetragen hat. Der Generalversammlung wird daher die Ausschüttung einer erneut erhöhten Dividende von CHF 18 (Vorjahr CHF 17) und einer Sonderdividende von CHF 2 vorgeschlagen, was den Bund als grössten Eigentümer wohl freuen sollte. Dass auch die Zahl der Vollzeitstellen im Swisscom-Konzern - auch in der Schweiz - gestiegen ist, sollte ebenfalls positiv vermerkt werden. In Zürich hat die ewz den Auftrag zum Ausbau und zur Wartung des Glasfasernetzes «ewz.zürinet» an Alcatel-Lucent vergeben. Genau betrachtet steht dieses Netz in direkter Konkurrenz zu Swisscom und Cablecom, die ja auch in Zürich ihre Netze haben.
Sony Ericsson überraschte auch zur CeBIT, die sonst eher wieder zur Computermesse wurde, mit einem neuen Handy, aber das muss das Unternehmen wahrscheinlich, um dem Ziel Nummer 3 zu werden noch schneller näher zu kommen. Bei Motorola dagegen scheint sich das Personalkarussell noch immer sehr schnell zu drehen, denn letzte Woche verschwanden der CMO und der für das Handygeschäft verantwortliche Präsident aus dem Unternehmen aus der Führungsetage. Gartner informiert uns darüber, dass 2007 weltweit erstmals mehr als eine Milliarde Handys an Endkunden verkauft wurden, während nach IDC und Strategy Analytics die Auslieferungen der Handyhersteller die Milliarde bereits 2006 überschritten haben.
Kommentare dazu |
| Zurück | OBEN |
 |
2008-03-03: MOBILE TIMES Weekly 0301
Das Schweizer Fernsehen hat mit einer mobilen Version ihres Internetauftrittes dem Trend zum mobilen Internet Rechnung getragen. News, Blogs, Wetter usw. gibt es jetzt gratis - abgesehen von den Gebühren der Mobilfunkerinnen - auf jedes internetfähige Handy.
Die Swisscom hat mit der Umstellung ihres Erscheinungsbildes begonnen und will für die Kunden da sein, wie der neue Slogan «Wir sind da für Sie!» vermitteln soll. Jedenfalls soll in Zukunft ein Kunde nur mehr mit einer Stelle bei Swisscom kommunizieren können und nicht mehr selber herausfinden müssen, ob sein Anliegen eher bei Fixnetz, Mobile oder Solutions besser aufgehoben ist.
Die CeBIT steht vor der Tür, doch wird sie für den Mobilfunkbereich nicht mehr ganz die Bedeutung der letzten Jahre haben, denn mit dem Mobile World Congress ist inzwischen ein Branchentreff entstanden, mit dem man in Hannover schwer konkurrieren kann. Für Endkunden wieder etabliert sich die Internationale Funkausstellung mehr und mehr als Messe für mobile Elektronik. Die deutschen Messeplätze kämpfen inzwischen offensichtlich mit harten Bandagen gegeneinander. So etwa will die Messe Köln der Messe Leipzig mit einer «Europäische Branchenmesse GAMESCom» ab 2009 das Wasser abgraben und hat auch den Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e.V. (BIU), der bisher mit Leipzig kooperierte als Partner gewonnen. Leipzig wieder hat die europäische (in Leipzig) und asiatische (in Singapur) Games Convention mit der jeweils zugehörigen Entwicklerkonferenz und wird sich wohl kräftig wehren...
Wehren wird sich offensichtlich auch die Orbit-iEX müssen, denn sie unterliegt scheinbar einem Schrumpfungsprozess: Statt sechs sind heuer nur noch vier Hallen belegt.
Kommentare dazu |
| Zurück | OBEN |
 |
2008-02-25: MOBILE TIMES Weekly 0300
Das Verwaltungsgericht in Luzern hat eine Planungszone in der Gemeinde Littau aufgehoben. Wie das Gericht ausführte, diente diese Planungszone wohl eher dem Verhindern von Mobilfunkmasten und setzte sich daher in Widerspruch zum Bundesrecht. Gegen die Planungszone hatten Orange Communications AG und die Swisscom (Schweiz) AG berufen. Der Bundesrat hat den Beitritt der Schweiz zur Gruppe der unabhängigen Regulierungsbehörden (IRG) gutgeheissen. Die Schweiz war zwar eines der Gründungsmitglieder der IRG, durch deren Umwandlung von einer losen Gruppe in einen Verein war ein formeller Beitritt und daher davor der entsprechende Beschluss nötig. Sunrise hat für das letzte Jahr eine eher flache Bilanz gelegt. Überraschend dabei, dass der Umsatz im Festnetz gestiegen ist. Natürlich beklagte man die Situation im Schweizer Markt, sieht sich aber gleichzeitig auch als Innovationsführer. Ein Detail am Rande: Die von der WIR-Bank in der Schweiz angebotene WIR-Verrechnung gibt es jetzt auch für Telekom-Dienstleistungen seit sich die Zuger API Telekom offensiv auf dieses Segment stürzt.
Noch steht die Telekomwelt im Zeichen der Neuigkeiten aus Barcelona, aber es gibt auch eine Reihe anderer interessanter Meldungen wie z. B. einen kostenlosen Sprachführer aus Frankreich, die Auslieferung einer GSM-Version des Palm Centro oder neue Speicherbausteine von SanDisk und Toshiba. Ein Trend zur Fussgängernavigation scheint aufzukommen und Dolby will jetzt auch aufs Handy kommen.
Kommentare dazu |
| Zurück | OBEN |
 |
2008-02-18: MOBILE TIMES Weekly 0299
Sunrise will mit einer einmaligen Aktion demonstrieren, welche Einsparung die Entbündelung der Letzten Meile bringen wird: Man lässt die 49 Franken, die ein ADSL 3500 Abo bisher pro Monat gekostet hat, ganz einfach weg.
Der Mobile World Congress in Barcelona bescherte uns viele neue Handys. Darunter auch zahlreiche Symbian-Modelle - und nicht nur von Nokia, sondern auch von LG, Samsung und Sony Ericsson. Die japanischen Schweden überraschten aber auch mit einem Windows-Modell, das ziemlich offensichtlich von HTC gefertigt wird. Haben sich die Gerüchte, über die wir schon Ende September berichtete haben, also doch bewahrheitet. Interessant, dass der Shooting Star der letzten Monate Barcelona offensichtlich völlig ignoriert hat: Apple war nicht da und auch Steve Jobs verzichtete darauf, dort eine Rede zu halten.
Wie ebenfalls bereits angekündigt, spielte LTE eine ganz wesentliche Rolle. Das zweite wichtige Infrastrukturthema waren so genannte Femtozellen, die UMTS-Basisstationen für daheim und als drittes Thema - eigentlich ein Dauerbrenner - Linux am Handy. So lange es so viele Vorschläge gibt, wie sie auch diesmal zu sehen und hören waren, wird daraus wohl nichts. Ist doch seltsam, dass so viele Interessensgruppen auf Basis eines kostenlosen Betriebssystems Geld verdienen wollen ...
Schliesslich verdient auch noch Khronos Beachtung. Immerhin könnten sich damit Programmierer viel Arbeit ersparen, wenn sie ihre Programme von einer Plattform auf die nächste portieren.
Kommentare dazu |
| Zurück | OBEN |
 |
2008-02-11: MOBILE TIMES Weekly 0298
Das Thema dieser Woche am Mobile World Congress in Barcelona wird sicher die «Long Term Evolution» bzw. LTE der GSM-Familie sein, die Anfang der neunziger Jahre ganz bescheiden mit einem GSM 900-Netz begann und inzwischen - wenigstens theoretisch - zu einem Datenübertragungsystem geworden ist, das bald 300 Mbit/s übertragen kann. Wir kennen zwar keinen Anwender, der das fordert und Untersuchungen zeigen, dass auch jetzt kaum zwanzig Prozent der Mobilfunkumsätze mit «Daten» gemacht werden - wenn man SMS dazu zählt... Aber was soll man sonst dem Mobilfunkkunden anbieten, als schöne herrliche Zeiten, die auf ihn zukommen? Wir wüssten da schon einiges...
Es ist doch auffällig, dass ein ausgesprochen erfolgreiches Gerät wie das BlackBerry, das ausschliesslich für professionelle Anwender gemacht wird, kaum in Versionen mit UMTS angeboten wird.
Kommentare dazu |
| Zurück | OBEN |
 |
2008-02-04: MOBILE TIMES Weekly 0297
Die Schweiz wird im Sommer erneut zum Zentrum der Java-Welt. Zum zweiten Mal gibt es in Zürich die Jazoon, eine Plattform für neueste Java-Entwicklungen, die schon 2007 grosses Interesse fand. Grosses Interesse finden auch die heuer erstmals verliehenen Swiss Music Awards, für die sich Orange als Hauptsponsor einfand. VTX beweist mit einem Flat-Rate-Angebot von 34 Franken im Monat und fünf Mbit/s im Download, dass man auch Privaten schnelles Internet anbieten kann und Swisscom bringt nun auch eine kostenlose Telefonauskunft für Behinderte - auf sanften Druck des BAKOM.
Auch sonst brachte die letzte Woche einiges an Überraschungen - und nicht nur in Bochum: Nokia kauft den einzigen Anbieter einer mobilen Linux-Plattform, die tatsächlich in Handys genutzt wird und Microsoft macht ein Kaufangebot für Yahoo! Aber auch an interessanten Endgeräten brachte die letzte Woche einiges an Überraschungen: So baut Garmin in ein Navigationssystem ein komplettes 3,5G-Handy ein und das nüvifone ist fertig. Kurzweil wieder baut ein Nokia N82 so um, dass es Blinde zum Lesen verwenden können. Doch auch das Notebook, das ein Handy ist und von HTC stammt ist interessant und Outdoorfreunde können vielleicht das Samsung SGH-M110 kaum erwarten, das die von anderen Herstellern abgebrochene Tradition der Outdoor-Handys wieder aufnimmt.
Kommentare dazu |
| Zurück | OBEN |
 |
2008-01-28: MOBILE TIMES Weekly 0296
Orange will mit neuen Tarifen das mobile Surfen noch günstiger machen und Swisscom lässt Jugendliche bis 26 im eigenen Netz überhaupt gratis telefonieren. Bloss eine Grundgebühr will noch haben.
Dass die Wirtschaftslage nicht ganz so gut ist, wie manche erklären, könnte man als Ursache für die zahlreichen Personalrochaden, die eigentlich nach Jahresbeginn sonst nicht so häufig sind, annehmen.
Bei den Endgeräten beginnt sich wieder etwas zu tun. Von den Grossen sind momentan Nokia und Sony Ericsson die Vorreiter, die uns bereits einen Blick in die nächsten Monate gewährt haben.
Nokia hat im vierten Quartal - wenigstens nach den Zahlen der IDC - das vor Jahren von Jorma Ollila gesetzte Ziel eines Weltmarktanteils von 40 Prozent erreicht. Samsung hat sich als stabiler Zweiter dahinter angereiht und Motorola, die eigentliche Erfinderfirma des Handys landete nur mehr auf Platz 3. Und nicht einmal der ist ganz sicher, denn Sony Ericsson wächst mit Riesenschritten und will wohl wieder auf dem einst von Ericsson belegten Platz 3 Platz nehmen.
Kommentare dazu |
| Zurück | OBEN |
 |
2008-01-21: MOBILE TIMES Weekly 0295
Die Debatte, ob Swisscom in zwei Unternehmen aufgespalten werden soll, von denen eines für die Netze und eines für die Dienste zuständig ist, wird weiter ziemlich intensiv geführt. Ob im Falle eines entsprechenden Gesetzes auch Sunrise, die ja über ein ziemlich umfangreiches eigenes Netz verfügt, dann auch gespalten werden muss, macht man sich wahrscheinlich nur bei Swisscom Gedanken.
Sunrise bietet Kunden, die noch nicht entbündelt sind, das heisst, die über Swisscom angeschlossen sind, jetzt die Möglichkeit, nur mehr eine Rechnung zu bekommen. Das heisst, dass künftig auf Wunsch auch die Grundgebühr von Sunrise eingehoben wird, so dass man nur mehr eine Rechnung bekommt.
In Deutschland herrscht grosse Aufregung, weil Nokia die Handyproduktion in Bochum einstellt. Weniger aufgefallen ist, dass Nokia auch die anderen Aktivitäten a diesem Standort einschliesslich Forschung & Entwicklung los haben möchte. «Auf die paar Cent» kann es dem grossen Konzern mit seinen Riesengewinnen doch nicht ankommen, war der einhellige Tenor der deutschen Kommentare. Bloss ein Kommentator wagte, allerdings erst spät nachts, die Frage, ob man dafür, dass auf einem Handy «Made in Germany» steht, «ein paar Cent» mehr bezahlt - wo doch Geiz so «geil» ist. Zuletzt war die Aufregung so gross, als BenQ Siemens schloss, während Motorola das Werk in Flensburg mit deutlich weniger Begleitmusik schliessen konnte.
Intel, der Welt grösster Chiphersteller, erwartet einen deutlichen Zuwachs bei den «ultra mobilen» PCs. Daher setzt man darauf, dass energieeffiziente Computer mit Tastatur und einem Display, das grösser ist als bei einem Smartphone, den Nutzern eher das Interneterlebnis bieten können, das sie erwarten, als dies mit Handys und Smartphones möglich ist. Bei den Prozessoren zeigt sich inzwischen ganz deutlich, warum Intel die XScale-Linie abgestossen hat: Alle Prozessoren dürften in Zukunft mit dem gleichen Befehlssatz arbeiten können, so dass es Programmierer wohl deutlich einfacher haben werden. Parallel dazu kommen jetzt tatsächlich wirklich kleine Notebooks auf den Markt.
Kommentare dazu |
| Zurück | OBEN |
 |
2008-01-14: MOBILE TIMES Weekly 0294
Swisscom hat wie erwartet Einspruch gegen die Entscheidung der ComCom erhoben. Die hatte ihr ja auferlegt, den Konkurrenten ein Angebot mit kostenorientierten Preisen zu machen. Die Schweizer fürchten inzwischen Pornografie in elektronischen Medien mehr als hohe Krankenkassenprämien oder auch hohe Treibstoff- und Heizölpreise. Das ergab jedenfalls eine Untersuchung des Konsumentenforums. Erfreulich die Ergebnisse einer Umfrage von Farner Consulting: Die «andere» Kommunikation (PR, Werbung etc.) dürfte 2008 weiter gut laufen, denn fünf von sechs befragten Schweizer Grossunternehmen wollen den Aufwand dafür steigern oder wenigstens gleich hoch halten wie 2007.
Die IT-Branche hat mit der Consumer Electronic Show (CES) in Las Vegas die erste Grossveranstaltung des Jahres absolviert, die in Fülle an Neuigkeiten brachte, über die wir in MOBILE TIMES Weekly auch ausführlich berichten. Vieles, was Rang und Namen hat, war dort vertreten, um bereits fast zwei Monate vor dem Mobile World Congress im Februar in Barcelona zu zeigen, wo man steht. Firmen, für die «Consumer» nicht ganz so wichtig sind oder die sich lieber in Barcelona präsentieren wollen, beginnen daher bereits jetzt zu berichten, was sie so in Barcelona alles zeigen wollen.
Kommentare dazu |
| Zurück | OBEN |
 |
2008-01-07: MOBILE TIMES Weekly 0293
Willkommen in einem hoffentlich angenehmen und erfolgreichen Neuen Jahr. Die Branche liegt noch ein wenig im Winterschlaf, weshalb wir diesmal ein wenig mehr Platz haben, um über neue Technologien zu berichten. So hat man an der Stanford University eine Möglichkeit gefunden, die Akkukapazität mehr als deutlich zu erhöhen. Theoretisch wäre eine Verzehnfachung bei LithiumIonen-Batterien möglich. Solarstrom scheint sich in Entwicklungsländern mehr und mehr zu einer interessanten Alternative für die Stromversorgung von Basisstationen zu entwickeln und Sun Microsystems hat OpenSPARC T2 unter GPL freigegeben. Bei den Endgeräten ist die Vorstellung des TWP-800 von Turtle Wireless interessant, denn damit kommt wieder einmal das Konzept eines Handyarmbands auf den Markt. Der texanische Anbieter will das GSM-Armband aber vorerst nur in Lateinamerika vertreiben. Aus Dubai kommt mit dem Neo 808i, das derzeit kleinste Handy der Welt - man kann es als Schlüsselanhänger tragen und hat dennoch alle Funktionen.
Es gibt also doch eine Menge Neuigkeiten. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen und noch einmal ein erfolgreiches Jahr 2008.
Kommentare dazu |
| Zurück | OBEN |
 |
| << | 01 | 02 | 03 | 04 | 05 | 06 | 07 | 08 | 09 | 10 | >> |
 |
|