Mobile Times Was gibt es Neues?
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Was gibt es Neues?
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2007-12-17: MOBILE TIMES Weekly 0292
Swisscom und Sunrise sind aus dem gemeinsamen Handy-TV-Projekt mit Swisscom ausgestiegen. Swisscom stellt sich ab 1. Januar 2008 völlig neu auf und hat dazu auch ein neues Logo bekommen. Für die ausgeschriebenen 41 Konzessionen für UKW und TV sind beim BAKOM 75 Bewerbungen eingegangen.
    Die bayrische GeBE bringt Tastaturen mit Lokalkolorit, auf denen z. B. statt «Enter» «Basd scho» steht. BelTel bringt sein erstes Smartphone auf den Markt und das MOTORAZR V8 kommt offensichtlich gerade noch rechtzeitig für Weihnachten. Das Linux Phone Standards Forum LiPS hat gerade noch vor Jahresschluss die versprochenen Spezifikationen LiPS Release 1.0 vorgestellt und Opera klagt gegen Microsoft bei der Europäische Kommission.
    Die Jahres-CD 2007 mit allen 42 Ausgaben von MOBILE TIMES Weekly kann ab 2. 1. 2007 unter
http://www.mobile-times.ch/heft/f_cd.html
    bestellt werden.
    MOBILE TIMES wünscht Ihnen schöne und geruhsame Feiertage und ein erfolgreiches Neues Jahr 2008.
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2007-12-10: MOBILE TIMES Weekly 0291
Aus den Sunrise E-Mail-Diensten wird im ersten Quartal 2008 mehr oder weniger Google Mail. Die TV-Digitalisierung ist nun - mit Ausnahme des Oberwallis - abgeschlossen. Bei DVB-T sieht es noch nicht so gut aus, aber das ist wohl nur eine Frage der Zeit. Dafür hat die Entbündelung nun ernsthaft begonnen und die Konkurrenz auf der «Letzten Meile» kann beginnen.
    Wie schon letzte Woche gibt es auch diesmal eher weniger über neue Endgeräte zu berichten. Von allgemeinem Interesse ist gewiss die Auslieferung des Sony Ericsson Symbian Walkman W960i in den Alpenländern. Auch das erste Schnurlostelefon, das nach CAT-iq zertifiziert wurde, ist sehr interessant, obgleich es nur eines von vielen stromsparenden DECT-Telefonen ist, die Siemens auf den Schweizer Markt bringt.
    Auch der Mobile World Congress - früher 3GSM Kongress - in Barcelona im Februar wirft bereits seine Schatten voraus.
    Was wir aber jetzt schon wissen ist, dass Google nicht nur das Anzeigengeschäft im Internet revolutioniert hat, die E-Mails für Sunrise erledigen wird und auch GPS durch ein eigenes System ergänzt, sondern darüber hinaus auch die ganze Welt vor der Klimakatastrophe retten will.
    Ob die Verteidiger der westlichen Computernetze oder die chinesischen Regierungsstellen, die laut Finjan und MI5 Attacken gegen westliche Banken etc. reiten, erfolgreicher sind, werden wir vielleicht auch bald wissen.
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2007-12-03: MOBILE TIMES Weekly 0290
Kaum neue Geräte vor Weihnachten, aber es gibt dennoch Interessantes: Die NetBox Wireless Router der NetModule AG aus Bern unterstützen erstmals auch UMTS/HSDPA. Die beiden Handys, aber die noch herausgekommen sind, haben es in sich: Das LG KU990 «Viewty», das von manchen als iPhone-Killer angesehen wird, versteht sich selber als eines der besten Kamerahandys auf dem Markt. Und das Nokia N77, das jetzt in Österreich bei A1 erhältlich ist - in der Schweiz muss man auf DVB-H noch warten -, ist das erste serienmässige Handy für DVB-H, das man kaufen kann.
    TomTom bringt mit «High Definition Traffic» eine völlig neue Qualität in das Navigationsgeschehen, weil man gemeinsam mit Vodafone alle eingebuchten Handys zur Verkehrsdatenerfassung nutzt und so praktische über jede Strasse, auf der sich ein Mobiltelefon befindet, informieren kann.
    Viel tut sich bei den Personen. Hervorstechendes Ereignis ist hier der Rücktritt von Motorola-Boss Edward J. Zander rechtzeitig vor der Aktionärsversammlung im Mai. Sein Nachfolger hat so Zeit vielleicht erste kleine Erfolge zu sammeln.
    Wer viel Zeit hat, kann die Weihnachtszeit damit verbringen, mit RealNetworks echte Diamanten zu finden und so sein Weihnachtsgeld aufbessern.
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2007-11-27: MOBILE TIMES Weekly 0289
Ab sofort bietet der VoIP-Provider sipcall internationale geographische Rufnummern aus über 30 Ländern und 1700 Städten rund um den Globus an. Mit solchen internationalen Rufnummern können unabhängig vom Standort ausgehende Gespräche getätigt und eingehende Anrufe entgegengenommen werden. In der Distributorenlandschaft scheint sich eine Stabilisierung abzeichnen, denn die heurige Verleihung des IT Reseller Disti-Awards brachte tatsächlich keinerlei Überraschungen.
    Mit dem Nokia N82 kommt ein neues Handy auf den Markt, das dem N95 aus dem gleichen Haus durchaus Konkurrenz machen könnte. In den USA sind die Gewichte bei den Handymarken deutlich anders verteilt als im Rest der Welt: Motorola ist unangefochten Marktführer und Nokia liegt weit abgeschlagen auf Platz vier.
    Die Fussball-Europameisterschaft EURO 2008 wirft ihre Schatten voraus und sowohl Telekom Austria als auch Swisscom arbeiten eifrig an den Vorbereitungen, denn die zu übertragenden Datenmengen suchen ihresgleichen.
    Noch einmal in die USA: AT&T hat mit der Übernahme von Dobson erneut unter Beweis gestellt, dass der einst von Präsident Reagan zerschlagene Riese wieder da ist und wenn schon nicht ein Monopol, so doch wenigstens der Grösste unter allen sein will.
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2007-11-24: MOBILE TIMES Weekly 0288
In ersten Reaktionen waren die Konkurrenten - allen voran Sunrise - über die Entscheidung der Eidgenössischen Kommunikationskommission (ComCom) zur Öffnung des schnellen Datennetzes zufrieden. Nach einer Nachdenkpause kamen dann aber die Bedenken, denn der Entscheid bedeutet noch lange nicht, dass auch Konkurrenten im Swisscom-Netz schnelle Datenanschlüsse anbieten können. Zwar ist die letzte Meile durch das Parlament entbündelt worden, aber für den so genannten schnellen Bitstrom-Zugang ist diese Öffnung auf vier Jahre befristet. Da der Swisscom noch eine Rekurs-Möglichkeit beim Bundesverwaltungsgericht offen steht, fürchtet man, dass der grosse Bruder die Chance nützt, um Zeit zu gewinnen. Nach einer erwarteten Abweisung eines Rekurses müssen dann Vertragsverhandlungen geführt werden - Klagen wegen zu hoher Preise stehen im Raum - und schon sind die vier Jahre um. Dann müssen die Konkurrenten über die entbündelten Kupferleitungen ihr eigenes ADSL anbieten.
    Einen weltweiten «Hype» löste die Ankündigung aus, dass Google mit «Android» ein eigenes Betriebssystem für Mobiltelefone auf den Markt bringen will. Bei genauer Betrachtung gibt es das von HTC, Motorola und der Deutschen Telekom unterstützte Betriebssystem noch gar nicht und neu ist es auch nicht, denn, wie mehrerer derartige Versuche, baut es auf einem Linux-Kern auf.
    Wirklich interessante Meldungen, wie die neue Technologie von Broadcom, die auch billigen Headsets in Zukunft Geräusch- und Echounterdrückung bieten wird oder der Vorstoss der Europäischen Union, die durch neue Technologien schon bis 2010 die Zahl der im Strassenverkehr Getöteten oder verletzten halbieren will, gehen da praktisch unter. Selbst die Gründung des «Software Assurance Forum for Excellence in Code» (SAFECode), einer gemeinnützigen Organisation, die sich «ausschliesslich der Vertrauensbildung in Produkte und Serviceleistungen des Bereichs Informationstechnologie» widmet und Gründungsmitglieder Microsoft, SAP oder Symantec vorweisen kann, war keine so grosse Sensation, wie ein Betriebssystem, das es noch gar nicht gibt.
    Dietmar Dworak macht uns auf eine Fehler im Text zur Meldung über T-Mobile «FairPlay Plus» in der letzten Ausgabe aufmerksam: Der Tarif sollte auch im Text richtigerweise «FairPlay Plus» heissen, während «FairPlay Smart» für Selbstständige und Kleinunternehmern gedacht ist.
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2007-11-05: MOBILE TIMES Weekly 0287
Alle investieren: Markführer Swisscom investiert kräftig in den Ausbau des HSPA-Netzes, Sunrise hat mit der Erschliessung der «Letzten Meile» begonnen und erste Tests im Laufen und Orange setzt für den Ausbau ihres Konvergenzangebotes in einem ersten Schritt auf eine enge Kooperation mit der ewz in Zürich. Selbst Tele2 als derzeit kleinster Mobilfunkanbieter mit eigenem Netz will dieses ausbauen und damit 60 % der Bevölkerung erreichen. Ehrgeiziges Ziel der Tele2 Mobilfunker sind eine Million Kunden 2013.
    In diesem investitionsfreudigen Klima kommt wohl die Ausschreibung von weitere Konzessionen für den drahtlosen Breitbandanschluss durch das BAKOM im Auftrag der ComCom gerade recht.
    Die Welt der Navigation ist voller Überraschungen. Zuerst macht TomTom ein Übernahmeangebot für Tele Atlas, dann kauft Nokia überraschend Navteq und lässt damit Garmin, den nach eigener Einschätzung weltgrössten Anbieter von Navigationsgeräten, plötzlich ohne unabhängigen Kartenlieferanten. Also setzte man sich bei Garmin hin und versucht eine feindliche Übernahme von Tele Atlas, wofür man 3,3 Milliarden Dollar locker machen will. Damit legt Garmin auf das ohnehin schon hohe Angebot von TomTom, das 32 Prozent über dem Börsenwert liegt noch einmal 15 Prozent darauf. Was die Sache für den Aussenstehenden so verwirrend macht, sind Aussagen wie die von Canalys-Analyst Chris Jones, der in einem US-Medium mit der Aussage zitiert wird, dass es etwa 18 Monate dauern und 600 Millionen Dollar kosten würde, eine solche Kartenfirma wie Tele Atlas oder Navteq aus dem Boden zu stampfen. Wenn man so eine Firma um 600 Millionen selber machen kann, warum kauft man dann eine um mehr als drei oder gar mehr als neun Milliarden?
    In Südafrika könnte im Zuge des Kampfes gegen Terrorismus und Kriminalität bald das Roaming unmöglich werden.
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2007-10-29: MOBILE TIMES Weekly 0286
Erfreuliches weiss IT-Reseller über die Entwicklung der IT-Branche im Jahr 2007 zu berichtet - zumindest für die ersten beiden Quartale: Die Zahl der Neugründungen steigt und die Zahl der Pleiten scheint abzunehmen. Bei den Endgeräten hat Sony Ericsson geradezu ein Feuerwerk an Neuheiten abgefeuert - das Weihnachtsgeschäft steht ja vor der Tür.
    Endlich haben wir einen weiteren 3G-Standard. Wie vermutet hat die ITU auch WiMAX zu einem 3G-Standard gemacht, womit wir nun glücklich bei mindestens sechs - je nach Zählungsmethode können es auch mehr sein - 3G-Standards sind, die alle in ein Endgerät passen und auch für alle weltweit eingesetzten Frequenzen nutzbar sein sollen. Es gibt offensichtlich Bereiche, in denen man der Industrie nicht das Normierungsfeld überlassen darf, aber nach der seinerzeitigen Kraftanstrengung für GSM darf man von Europas Politikern wohl erst nach einer langen Erholungspause wieder Aktivitäten erwarten - vor allem wo sie ja doch jetzt mit der Bekämpfung des Microsoft-Monopols ziemlich beschäftigt sind.
    Mit BILDmobil kommt - vorerst nur in Deutschland - eine völlig neue Art von Mobilfunkangebot auf uns zu: Billig telefonieren und die Zeitung gratis am Handy lesen - und das Ganze auch noch ohne Vertrag.
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2007-10-22: MOBILE TIMES Weekly 0285
Dass Orange die Swisscom wegen der letzten Meile klagt, war eigentlich vorherzusehen. Nicht nur Orange meint, dass Swisscom mit einem monatlichen Zugangspreis von 31 Franken für den Teilnehmeranschluss nicht wirklich dem Willen des Gesetzgebers nachkommt. Erfreulich scheint sich die Züricher Barix zu entwickeln, die u. a. Vorlesungen an Universitäten in Podcasts verwandelt, eine Technologie, die auch in Übersee gefragt ist.
    In Deutschland verkauft sich die BILD-Zeitung neuerdings als Handy. Man kann ein Prepaid-Handy erwerben und auf diesem kostenlos das Internetangebot der Zeitung nutzen. Es fallen keinerlei Extrakosten an. Natürlich kann man mit «bildmobil» auch telefonieren: Um zehn Eurocent in alle Netze.
    Der Traum vom einheitlichen Mobilfunkstandard wird immer diffuser. Schien es vor wenigen Jahren noch so, als ob mit GSM ein solcher Standard tatsächlich entsteht, so ist mit dem Beschluss des «einheitlichen» 3G-Standards IMT-2000 durch die ITU die Idee schon sehr verwässert worden. Zu den bisher bereits akzeptierten 3G-Standards kommt nun vermutlich noch einer dazu: Die ITU soll, so sagen Gerüchte, auch WiMAX in den Status eines 3G-Standards erheben wollen. Es könnte sogar sein, dass der Beschluss schon gefallen ist, wenn Sie diese Zeilen lesen. Damit hätten wir dann neben UMTS, CDMA2000, TD-SCDMA, DECT und EDGE/UWC-136 auch noch WiMAX. Ob es je einem Hersteller gelingt, so wie sich die ITU das vorstellt, alle diese Technologien in ein IMT-200-Handy zu pressen, das man weltweit einsetzen kann, wird so immer unwahrscheinlicher. Abgesehen davon, dass dann wohl die Preise der Geräte in fast ungeahnte Höhen steigen könnten...
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2007-10-15: MOBILE TIMES Weekly 0284
Mit der Bestellung von Fastweb-Mitgründer Guido Garrone zum Technikchef bei Swisscom wird die Verzahnung mit dem italienischen Tochterunternehmen offensichtlich verstärkt. Die Weko hat nach drei Jahren die Untersuchung gegen Swisscom wegen eines Bündels eingestellt, das so gar nicht mehr auf dem Markt ist. Ausserdem liess die Teilrevision des Fernmeldegesetzes einen Teil des Beschwerdegrundes wegfallen.
    In Europa macht Nokia Siemens Networks mit den Ausgliederungen ernst: 160 Mitarbeiter im belgischen Herentals wandern zu Devoteam, 235 in München und Berlin zu IBM und schliesslich weitere 58 in Berlin zur indischen Wipro. Ein Ende dürfte damit noch nicht erreicht sein. Von Siemens wird berichtet, dass der neue CEO Peter Löscher mit den Joint Ventures mit Fujitsu und Nokia nicht besonders glücklich ist. Den Aufsichtsratssitz bei Nokia Siemens Networks hat er jedenfalls bereits geräumt und an Rudi Lamprecht übergeben.
    Interessierte werden sicher schon festgestellt haben, dass die GSMA ihre Auszeichnungen für 2008 bereits ausgeschrieben hat. Neu ist, dass heuer auch Auszeichnungen für mobile Innovationen, die das Geschäft vorantreiben könnten, vergeben werden.
    Für Verspielte gibt es jetzt endlich die Bluetooth-Uhren von Sony Ericsson, die sich so mancher wohl zu Weihnachten wünscht. Ein geeignetes Handy vorausgesetzt kann man damit sicher Eindruck machen.
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2007-10-08: MOBILE TIMES Weekly 0283
Handy-TV sollte in der Schweiz bald möglich sein, denn die im Sommer 2007 ausgeschriebene DVB-H-Konzession wurde inzwischen an die Swisscom Broadcast AG vergeben. Der unterlegene Konkurrent Mobile TV Schweiz gibt sich aber nicht geschlagen und fordert von Swisscom zumindest Zugang zu den Antennen und denkt über weitere Schritte nach. Sunrise schafft die Grundgebühr ab und ersetzt sie durch einen Mindesrechnungsbetrag, ähnlich dem in Deutschland üblichen Mindestumsatz.
    Die Sensation der letzten Tage war wohl die Ankündigung von Nokia, dass man NAVTEQ übernehmen wird. Nach der schon länger mitgeteilten beabsichtigten Übernahme von Tele Atlas durch TomTom wären dann beide Weltmarktführer bei digitalen Landkarten in festen Händen und andere Anbieter von Navigationssystemen müssen zähneknirschend bei der Konkurrenz kaufen. Dass beide Skype-Gründer aus dem aktiven Geschäft ausgeschieden sind und gleichzeitig eBay den Wert von Skype in der Bilanz um eine Milliarde Dollar herabgesetzt hat, bestätigt wohl alle Skeptiker. Die Jubler sind ohnehin schon woanders hin weiter gezogen.
    Bei den Handys machen wir diesmal mehr einen Ausflug in die USA, weil ja in Europa kaum etwas Neues zu finden ist. Das einzig wirklich Neue ist das B&O Serenata, das es aber in sich hat: Wie bei dieser Marke nicht anders zu erwarten, haben sich die Designer sehr viel gedacht.
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2007-10-01: MOBILE TIMES Weekly 0282
Orange bringt mit Office Flex eine interessante Alternative zum Festnetz: Ein GSM-Tischtelefon mit passendem Tarif. In Liechtenstein will die Landesverwaltung den Einsatz «Qualifizierte Signaturen» auf immer mehr Bereiche ausdehnen und auf Mitte 2009 die elektronische Identitätskarte einführen und eine Untersuchung des BAKOM über die Schweizer und ihr Telefon fördert interessante Unterschiede zwischen den einzelnen Sprachregionen zu Tage. In Solothurn enbündelt SolNet komplett, aus dem Connect 1144 der Swisscom wird 1811 und Orange klagt den Marktführer wegen dessen Handy-ADSL-Bündelangebot, das von Konkurrenten keinesfalls unterboten werden kann, weil die an Swisscom ein Festnetz-Grundgebühr von CHF 25.25 bezahlen hätten.
    Rund um die Welt tauchen neue Endgeräte aller Art auf. Kaum mehr jemand stellt ein «ganz gewöhnliches» Handy vor, obwohl die ja wohl weiterhin die Mehrheit stellen werden. Mancher Netzbetreiber möchte schon jetzt die Familien und Firmen über sein Mobilfunknetz vernetzen, während die Hersteller gerne warten würden, bis ihre «Femtozellen» marktreif sind. In Afrika testet man Mobilfunk als Bankersatz, damit Leute in gefährlichen Gegenden nicht mit Bargeld hantieren müssen. In Grossbritannien startet mit BLYK ein MVNO, der sich - wenn möglich - völlig aus Werbeeinnahmen finanzieren will. Die Kunden müssen sich Werbeeinschaltungen ansehen, zahlen dafür aber keine Gesprächsgebühren. Für USB haben sich die Anbieter mobiler Geräte jetzt tatsächlich auf einen Universalstecker geeinigt und der an der Würzburger Julius-Maximilians-Universität entdeckte Quanten-Spin-Hall-Effekt könnte das Warmlaufen von schnellen Computern Vergangenheit werden lassen. In Chicago schliesslich führte Motorola erstmals ein mobiles WiMAX-Netz in der Praxis und in freier Natur vor.
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2007-09-24: MOBILE TIMES Weekly 0281
Interessant waren letzte Woche die offiziellen Ankündigungen zum Start des Apple iPhone in Europa, auch die Vorstellung des UMA-Handys 6301 von Nokia gehürt in die Rubrik «Spannend» und schliesslich durfte die mobilkom austria group jubeln, weil ihr Netz in Mazedonien nach rekordverdächtig kurzer Zeit den Betrieb aufnehmen konnte.
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2007-09-17: MOBILE TIMES Weekly 0280
Die Anfang des Jahres angekündigte Übernahme von Denner durch Migros wurde jetzt durch die Wettbewerbskommission mit Auflagen genehmigt. Wie sich diese Übernahme auf das Mobilfunkangebot von Migros auswirkt, ist noch nicht bekannt. Swisscom scheint es nicht schlecht zu gehen. Wie man aus Italien hört, hat Swisscom die Ausschüttung der Dividende von Fastweb «aus steuerlichen Gründen» auf nächstes Jahr verschoben. Die verbliebenen Fastweb-Kleinaktionäre erhalten ihre Dividende aber wie gewohnt. In der Schweiz sieht sich Swisscom nun einer Klage von Orange gegenüber, die sich gegen das Bündelangebot ADSL/Handy richtet, weil - so Orange - sich Swisscom geweigert habe, ein gleichwertiges Grosshandelsangebot zu machen. Erfreulich für Orange ist dagegen, dass man in Kooperation mit Mcdonald's jetzt das «grösste gratis WLAN Netz der Schweiz» anbieten kann.
    Das Angebot an «exklusiven» Handys nimmt wie jedes Jahr vor Weihnachten zu. Der Herbst hat zwar kaum erst begonnen, aber in den Zentralen der Mobilfunker plant man bereits ausführlich das Weihnachtsgeschäft, das wohl für die Branche inzwischen genau so wichtig ist, wie es früher schon für Juweliere und Süsswarenanbieter war.
    Bei den Aufträgen, über die sich die verschiedenen Anbieter freuen, tut sich in letzter Zeit am meisten in den Sektoren Videoübertragung und Gesundheitswesen. Vor allem Spitäler entdecken mehr und mehr, dass mit flächendeckenden Funklösungen im Spital viele Doppelgleisigkeiten und Mehrfacherfassungen vermieden werden können. Eine Entdeckung, die ein Jahr vor der Fussballeuropameisterschaft offensichtlich auch die Fussballclubs machen.
    Noch eine interessante Entwicklung: War bis vor kurzem für alles und jedes IP die richtige Lösung, tauchen jetzt plötzlich Aussagen und Angebote auf, die sagen, dass leitungsvermittelte Übertragung nach dem Ethernet-Standard kostengünstiger und effektiver sind. Teilweise werden solche Installationen sogar bereits errichtet und als Netze des 21. Jahrhunderts bezeichnet.
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2007-09-10: MOBILE TIMES Weekly 0279
Offensichtlich völlig unvorbereitet hat die Swisscom ihre Konkurrentinnen überrascht: Ab 22. September gibt es einen Standardtarif für Roaming, der mit 85 Rappen pro Minute sogar etwas unter dem von der EU-Kommission den Netzbetreibern in den EU-Mitgliedsländern verordneten Maximumtarif liegt. Bis Redaktionsschluss hatte die Konkurrenz noch keine Antwort parat. Lediglich von Sunrise und Tele2 gab es eine eher vage Ansage von künftigen Preissenkungen.
    Bei Sony Ericsson gibt es einen Präsidentenwechsel. Auf Miles Flint folgt Hideki 'Dick' Komiyama. Bei Apple beginnt man sich an den Mobilfunkmarkt anzupassen und senkt den Preis für das iPhone. Geleichzeitig wird das Modell mit dem kleineren Speicher schon wieder eingestellt.
    Historiker haben wieder entdeckt, dass am 7. September 1987 in Kopenhagen fünfzehn Telekommunikationsunternehmen aus dreizehn Ländern ein «Memorandum of Understanding» unterzeichneten, dass die Grundlage für GMS bildete. Damals war das eben eine Absichtserklärung und bis die ersten Netze gebaut wurden, dauerte es noch Jahre und «Handys» kamen noch später. Wenn also wer vom 20. Geburtstag des GSM-Handys erzählt, stimmt das nur sehr bedingt. Auch der 20. Geburtstag der Mobiltelefonie kann nicht gefeiert werden, denn der ist schon lange vorbei. Immerhin: Vor zwanzig Jahren wurde ein Papier unterzeichnet, dass den Weg für den beispiellosen Siegeszug einer in Europa gemeinsam entwickelten Technik bereitete.
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2007-09-03: MOBILE TIMES Weekly 0278
41 Konzessionen «für die Verbreitung von lokal-regionalen UKW-Radioprogrammen» sowie 13 Konzessionen «für die Verbreitung von regionalen Fernsehprogrammen» schreibt das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) aus. Gigaherz, die «Interessengemeinschaft Elektrosmog-Betroffener» hat beim Berner Verwaltungsgericht eine Entscheidung erreicht, die ein Ende für den WiMAX-Test der Swisscom im Berner Oberland bedeutete. Actebis Schweiz geht an Tech Data.
    Nach den schweren Unwettern der vergangenen Monate, die auch die Telekom-Infrastruktur schwer in Mitleidenschaft gezogen haben, hoffen alle auf einen milden Herbst. Die Handyhersteller präsentierten jedenfalls wie jedes Jahr neue Endgeräte. Nokia und Sony Ericsson sind ebenso dabei wie Handy-Newcomer Asus oder Palm. Auch beim Zubehör geht es kräftig los. So hat Nokia nun eine Navigationsfreisprechanlage vorgestellt. Dabei fällt uns ein, dass Nokia bezüglich der Kosten für die Rückrufaktion, über die wir in der letzten Ausgabe berichteten, mit Batteriehersteller Matsushita eine Einigung gefunden hat. Die Japaner werden laut Nokia die gesamten direkten Kosten der Aktion übernehmen.
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2007-08-20: MOBILE TIMES Weekly 0277
Jetzt hat es Nokia also auch direkt erwischt: 46 Millionen Akkus vom Typ BL-5C werden zurückgerufen. Da hilft es nicht viel, dass die Akkus von Matsushita Battery Industrial Co. Ltd., besser bekannt mit dem Markenname Panasonic, stammen. Weltweit wurden laut Nokia bisher etwa 100 Fälle von Überhitzung beim Ladevorgang berichtet und «Es gab keine ernsthaften Personen- oder Sachschäden». Jedenfalls sollte man überprüfen, ob man einen derartigen Akku hat. Auch dann kann es noch ein Akku gleichen Typs von einem anderen Erzeuger sein, denn die Gesamtzahl der Akkus des Typs BL-5C liegt bei über 300 Millionen.
    Wenn man wissen will, ob der eigene Akku betroffen ist, muss man entweder im Internet nachsehen oder eine kostenpflichtige Hotline anrufen (Österreich 0810 281 900 um 2,18 Cent je Minute, Schweiz 0848 100 010 um 1 Rappen pro Minute)
    Der Sommer ist für viele Unternehmen «Halbzeit». Aus der Halbjahresbilanz kann man schon ganz gut abschätzen, wie das Gesamtjahr laufen wird. Zwar ist niemand vor Überraschungen gefeit, aber generell stimmen die Trends meist. Heuer sieht es so aus, als ob Nokia dem einst von Jorma Ollila ausgegeben Ziel von 40 % Weltmarktanteil sehr nahe kommen könnte. Der Absturz von Motorola dürfte weiter gehen und manche Beobachter nehmen bereits an, dass auch Sony Ericsson die Amerikaner überholt und sie auf den vierten Platz verweist. Eigentlich schade um Motorola, denn das Unternehmen war vom ersten Mobiltelefon über das StarTac bis zum aktuellen RAZR immer wieder für Innovationen gut, konnte aber der Technik selten das adäquate Marketing zur Seite stellen. Samsung wird wohl den zweiten Platz halten können, wenngleich das Wachstum von Sony Ericsson noch rasanter ist als das ohnehin rasante der Koreaner. LG wird mit einem Zuwachs, der prozentuell etwa dem von Nokia entspricht, sicher auch in den TOP 5 bleiben.
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